Kolumne Außenpolitik

USA und Russland: Eine Krise, aber kein neuer Kalter Krieg


Raimund Löw
Falter & Meinung | aus FALTER 41/16 vom 12.10.2016

Als Wladimir Putin 1999 von Boris Jelzin zum Premierminister gemacht wurde, hatte der ehemalige KGB-Mann ein klares Ziel: Er rüstete zum zweiten Tschetschenienkrieg. Die schmähliche Niederlage der russischen Streitkräfte in der ersten Schlacht um Grosny sollte wettgemacht werden.

Die Kaukasusrepublik hatte sich unter einer chaotischen islamistischen Führung vom Kreml losgesagt. Mysteriöse Bombenanschläge gegen Wohnhäuser in Moskau, bei denen Hunderte ums Leben kamen, waren der offizielle Anlass für den neuen Feldzug. Dem Bombenhagel auf ihre Hauptstadt hatten die tschetschenischen Freischärler nichts entgegenzusetzen. Unter dem lokalen Machthaber Ramsan Achmatowitsch Kadyrow entstand ein moskaufreundliches Regime. Der Zerfall der Russischen Föderation war gestoppt.

Der Sieg in Grosny hat Putin zum starken Mann Russlands gemacht. Im syrischen Aleppo wiederholt er die Strategie des Tschetschenienkriegs. Bereits in der sowjetischen Zeit war Syrien ein enger Verbündeter Moskaus. Hafiz

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