Theater Kritik

Die Bretter, die alles Mögliche bedeuten

Lexikon | MP | aus FALTER 41/16 vom 12.10.2016

Frei nach der Legende und einem tiefenpsychologischen Roman von Joseph Bédier (1900) lässt die Regisseurin Marie-Therez Lorenz sechs junge Schauspieler und Studierende die Geschichte "Tristan Isolde Desaster" nur mithilfe von Sound und unterschiedlich großen Holzbrettern erzählen. Feschak Tristan (Santo Krappmann) verfällt durch den Genuss magischer Schokolade der blonden Isolde (Viktoria Hillisch), die eigentlich seine Feindin und noch eigentlicher seinem Onkel (Klemens Dellacher) versprochen ist. Das Projekt nimmt sich sympathisch unernst, Timing und musikalische Live-Begleitung (Markus Zahrl mit teils recht exotischen Instrumenten) funktionieren gut. Die Selbstbeschreibung "größtmögliche Magie und Poesie mit einem Hauch von Wes Anderson" greift aber etwas hoch.

Brick-5, Mi, Do 20.00


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