Landrand Ruralismus

Jetzt hat der zu! Und wohin nu'?

Gerlinde Pölsler hat über das Sozialverhalten auf Rastplätzen recherchiert

Landleben | aus FALTER 41/16 vom 12.10.2016

Zu viel Sex auf der Autobahn", titelte Österreich vergangene Woche. Weil zwei Plätze der Mühlkreisautobahn bei Linz nicht zweckgemäß verwendet worden seien, habe die Asfinag "die Schmuddel-Rastplätze für immer geschlossen".

Onlineforen listen freilich zahlreiche Alternativen auf. Sie wissen, welche Plätze einsehbar und beleuchtet sind und wo wann für welche Zielgruppe was los ist. Auch über die Verhaltenscodes klären sie auf. Das ist nett. Sonst lässt einer das Autofenster runter und ist nachher überrascht, was passiert.

Aber bringt das Sperren eines Platzes da überhaupt was - verlagert sich das nicht einfach? Neinnein!, will die Asfinag davon nichts wissen. So arg sei das Ganze auch wieder nicht. Und hauptsächlich habe man die -kleinen - Linzer Plätze wegen "Zerstörungs- und Verschmutzungsorgien" geschlossen. Künftig setzt die Asfinag ohnehin auf größere, familienfreundliche Plätze mit Duschen und Kinderspielplätzen.

Wenn das nur nicht missverstanden wird! "Bänke und Tische" sind bei Rastplatzcruisern gern gesehen. Gibt's irgendwo gar Goodies wie "Korbschaukeln ", dann weiß die Community das spätestens übermorgen.


Diese Artikel könnten Sie auch interessieren:


Anzeige

Anzeige