Die letzten Tage von Frick International

Die ehemalige Zentralbuchhandlung in der Innenstadt wird zum Buchdiskonter. Ein Abschiedsbesuch

Lebwohl: Tobias Holub | Stadtleben | aus FALTER 41/16 vom 12.10.2016

In der Buchhandlung Frick International ist die "Luft des Kommunismus", wie es ein Kunde ausdrückt, schon etwas abgestanden, aber durchaus noch wahrnehmbar. Nun droht sie sich komplett und endgültig zu verflüchtigen. Berühmt wurde das gar nicht so kleine Geschäft in der Schulerstraße, gleich hinter dem Stephansdom, noch unter dem Namen "Zentralbuchhandlung". Von den späten 1950er-Jahren an war sie fast fünf Dekaden lang im Besitz der Kommunistischen Partei Österreichs (KPÖ), welche dort in zentraler Lage Literatur politisch linker Gesinnung feilbot.

Vor etwa zehn Jahren hat dann die Wiener Buchhandlungskette Frick - ihre Zentrale liegt am Graben - die Zentralbuchhandlung geschluckt. Der neue Inhaber, frei von zur Schau getragener politischer Gesinnung, öffnete das Sortiment, doch bewahrte gleichzeitig die Tradition -bei "Frick International" gab es fortan unter diversen fremdsprachigen, philosophischen und politischen Büchern aller Richtung doch immer auch noch dieses russische

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