Landpartie

Erlebnisse fürs Wochenende

Landleben | BW | aus FALTER 41/16 vom 12.10.2016

Angeblich, so besagt es zumindest die griechische Mythologie, hat Göttervater Zeus sich einst auf Safran gebettet. Schöne Geschichte, die im Grunde nur eines bekundet: dass Safran bereits zur Zeit der alten Griechen ein Luxusartikel war. Und daran hat sich bis heute kaum etwas geändert. Die fragilen Staubblätter der Krokusart werden bis heute händisch geerntet - ein Pflücker schafft 60 bis 80 Gramm am Tag.

Hinzu kommt, dass Safran nur einmal im Herbst - und dann auch nur für einige Wochen - blüht. Kein Wunder also, dass die Safranfäden eines der teuersten Gewürze überhaupt sind. Im Einzelhandel zahlt man ab sieben Euro pro Gramm.

All dies bringt uns zu Liselotte Moser nach Gars am Kamp. Sie baut hier im Waldviertler Ort, der sonst eher Sommerfrischlern bekannt sein dürfte, seit 2011 Safran an. Ende 2015 erhielt der Betrieb das Bio-Zertifikat und sein Safran gilt daher ab der Ernte 2016 als Bioprodukt.

Und weil sich der Normalverbraucher eher schwer vorstellen kann, warum die winzigen, duftenden Staubblätter der Blüte eine derartige Kostbarkeit sind, hat Moser ein Pilotprojekt gestartet: Safranselbsterntefelder. Die Besucher benötigen festes Schuhwerk und Handschuhe für die Erntearbeit. Davor erhalten sie Instruktionen, wie richtig gepflückt wird, dann geht's ab aufs Feld. Ein volles Kistchen selbstgezogener Safranfäden kostet zwölf Euro. Gepflückt werden darf, so viel man will und kann.

Tel. 0650/545 24 26. Pflückzeiten täglich ab Anfang Oktober bis ca. Mitte November von 9 bis 15 Uhr. Auch bei Schlechtwetter

NACH GARS AM KAMP

Warum dorthin?

Weil man dort im Oktober Safran selbst pflücken kann

Wo essen?

Zum Goldenen Hirschen

Und dann?

Unbedingt Frischluft genießen. Gars am Kamp fungiert seit dem 19. Jahrhundert als traditioneller Luftkurort


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