Die Glosse vom Falter

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Falter & Meinung | aus FALTER 41/16 vom 12.10.2016

Gelobt sei die FPÖ, sie rettet die Demokratie! Weil sie die Präsidentenstichwahl anfocht, können wir jetzt endlich sauber wählen - so wie damals beim ersten Durchgang, als die FPÖ gewann. Dennoch behaupten böse Zungen, die FPÖ hätte all das geplant. Also Fehler still beobachtet, sie nicht während der Wahl behoben, sondern erst angezeigt, als ihre Niederlage feststand. Aber kann man das der FPÖ tatsächlich zutrauen?

Dafür spricht: der Fall Christian Höbart. Der FPÖ-Parlamentarier könnte Erfahrung mit "Wahlunregelmäßigkeiten" haben. 2015 soll er bei einer Wahl eine Frau ohne deren Einverständnis auf die Wahlliste der FPÖ gesetzt haben. Ergebnis: Die Staatsanwaltschaft ermittelt nun gegen ihn wegen Verdachts der Urkundenfälschung.

Dagegen spricht: der Fall Mario Kunasek. Der steirische FPÖ-Chef konnte wirklich nichts wissen. Er war nämlich bei der Stimmauszählung in Graz gar nicht dabei. Ergebnis: Die Staatsanwaltschaft ermittelt nun gegen die arbeitenden Auszähler. Aber nicht gegen ihn.


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