Neue Bücher

Nachdenken über Gegenwartspop und historischen Punk

Feuilleton | aus FALTER 41/16 vom 12.10.2016

"Popmusik heute schlägt alles mit Ähnlichkeit", wussten schon die alten Style-Boys Adorno und Horkheimer in ihrem Buch "Dialektik der Aufklärung". Okay, das war in den 1940ern, und sie haben in diesem Smashhit der kritischen Gesellschaftstheorie über Kultur allgemein gesprochen. Passend wäre es beim unermüdlichen, dabei nicht selten unendlich ermüdenden Rauschen im Pop von heute aber.

Schön, wenn ein kluger Kopf wie der Berliner Journalist Jens Balzer kurz innehält und aus dem Rauschen wieder Klänge, Stile, Geschichten und Interpretationen destilliert. In 19 Essays zum Post-Millennium-Pop beschreibt er unterschiedlichste Acts und Genres zwischen Rock, Weird Folk, Dubstep, Schlager, Electronica und Hip-Hop, zwischen Massenerfolg und Nische. Die Beobachtungen sind originell, die Texte kurzweilig, und bei aller Lust an der Reflexion verliert Balzer doch nie den Boden der Verständlichkeit unter den Füßen. GERHARD STÖGER

Jens Balzer: Pop. Ein Panorama der Gegenwart. Rowohlt Berlin,

  288 Wörter       1 Minuten
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