Ausstellung Vernissage

Wenn Soldaten nicht nur mit Waffen schießen

NS | Lexikon | aus FALTER 41/16 vom 12.10.2016

Das nationalsozialistische Propagandaministerium forderte Wehrmachtssoldaten dazu auf, an der Front zu fotografieren, um Kriegserinnerungen zu sammeln. Die Ausstellung "Fremde im Visier -Fotoalben aus dem Zweiten Weltkrieg" zeigt, worauf österreichische und deutsche Soldaten ihre Linse richteten. Die Amateuraufnahmen bilden den Frontalltag und Kriegsschauplätze ebenso ab wie die durchquerten Landstriche oder Kulturdenkmäler jener Länder, deren Bevölkerung unterjocht wurde. Die Schau geht besonders auch dem Umgang mit diesen - in der Regel unspektakulären - Schnappschüssen nach, die die Soldaten gerne untereinander austauschten oder in Feldpostbriefen nach Hause schickten.

Österr. Museum für Volkskunde, Do (13.10.), 18.30 (bis 19.2.)


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