Schmalzerl-Scherzerl, ade?

Ferdinand Schmalz war bisher mit Horrorstückchen über Essen erfolgreich. Jetzt wird es ernst für ihn

Feuilleton | Verkostung: Martin Pesl | aus FALTER 41/16 vom 12.10.2016

Für Fotos posiert der Autor Ferdinand Schmalz oft mit bierernster Miene. Ist man ihm aber einmal begegnet, kann man sich bestens vorstellen, wie seine Mundwinkel nach dem Klick sofort wieder zu einem genüsslichen Schmunzeln auseinandergehen. Der Mann findet das Leben fabelhaft amüsant.

Es ist ihm schwer zu verübeln. Mit 31 ist er an großen Häusern wie dem Burgtheater und dem Deutschen Theater Berlin mehr als einmal gespielt worden. Er trägt den Retzhofer Dramapreis, war zu wichtigen Autorentheatertagen geladen und gilt nach drei Jahren immer noch als Shootingstar.

Mit Schnauzer und roter Wollmütze - die manchmal auch einem schwarzen Hut weicht - fällt er schon durch seine mächtige physische Erscheinung auf, der Künstlername tut ein Übriges. Schmalz gilt als umgänglich und unkompliziert. Wenn ein Regisseur die Idee hat, Kindermärchen mit seinen Texten zu verflechten, dann sagt er: "Ja, warum nicht?"

Für seine Stücke verwendet Schmalz eine Kunstsprache: "die stelle ist noch in


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