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Das Vermächtnis von Timbuktu

Josef Redl | Lexikon | aus FALTER 41/16 vom 12.10.2016

Abdel Kader Haïdara ist Bibliothekar, aber kein gewöhnlicher. Eigentlich ist er so etwas wie der Indiana Jones seiner Zunft. Als dschihadistische Milizen im Jahr 2012 die Macht im nördlichen Teil von Mali übernahmen, organisierte Haïdara eine spektakuläre Rettungsaktion. Gemeinsam mit zahlreichen Helfern gelang es, die historischen Schätze der Bibliothek Mamma Haïdara außer Landes zu schaffen. In Blechkisten verpackt schmuggelte er fast 300.000 Manuskripte von Timbuktu ins 1000 Kilometer entfernte Bamako und bewahrte die antiken Schriften vor der Zerstörung. Nun sollen die Manuskripte von Timbuktu restauriert und digitalisiert werden. Haïdara ist diese Woch in Wien zu Gast.

Diplomatische Akademie, Mo 18.00 www.vidc.org


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