Performance Tipp

Erzwungene Unterhaltung von den Großmeistern

Lexikon | MP | aus FALTER 42/16 vom 19.10.2016

Die Gruppe Forced Entertainment gehört zu den ganz Großen im Performancegeschäft. Seit 1984 schafft es kaum jemand anderer, so unterhaltsam zu langweilen wie die von Tim Etchells angeleiteten Engländer, die auch die Begriffe "Storytelling" und "Durational Performance" prägten. Ihr neuer Abend, "Real Magic", dauert jedenfalls nur 80 Minuten. Er ist eine Art Endzeit-Fernsehshow, die von Kritikern mit dem existenzialistischen Theater Samuel Becketts verglichen wurde. Die drei Performer Jerry Killick, Richard Lowdon und Claire Marshall geben einander unmögliche Denksportaufgaben, schließlich wiederholen sie in unendlich feiner Variation immer wieder die gleiche Szene. "Forced"-Gastspiele sind meist ein grandioses Meta-Ereignis.

Tanzquartier, MQ, Halle G, Fr, Sa 19.30


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