Pop Tipps

Allerlei Austro-Albumpräsentationen

Lexikon | GS | aus FALTER 42/16 vom 19.10.2016

Der Nobelpreis für Bob Dylan war die große internationale Pop-Überraschung der vergangenen Woche, doch auch in der lokalen Popwelt trug sich Ungewöhnliches zu: "Ansa Woar", das auf einem Do-it-yourself-Label erschienene Debüt des Dialekt-Liedermachers Voodoo Jürgens, ist von null auf Platz eins in die heimischen Charts eingestiegen. Entsprechend eng dürfte es zugehen, wenn er am Nationalfeiertag beim Festival "Wien im Rosenstolz" im Theater am Spittelberg gastiert (Mi 19.30 Uhr).

Bereits am Samstag stellen dort Worried Man &Worried Boy ihr neues Album "Ruhig bleiben" vor (19.30 Uhr). Hinter dieser etwas anderen Familienmusikunternehmung stecken Herbert Janata -er stand mehr als ein halbes Jahrhundert lang den lokalen Dialektpop-Pionieren Worried Men Skiffle Group vor - und sein Sohn Sebastian, bekannt als Schlagzeuger der Gruppe Ja, Panik. Nach dem letztjährigen Debüt, das alte Songs des Herrn Papa in pfiffige neue Kleider hüllte, setzt das live zum Quartett anwachsende Duo mit dem charmanten Schmäh nun auf neues Material. Eine konventionellere Form des Austro-Dialektpops pflegt die seit 2005 bestehende Wiener Band Remasuri, ihr bereits sechstes Album "Wenn da Herbert ned wü" präsentiert sie, ebenfalls am Samstag, im Stadtsaal (20 Uhr).

Unkonventionell geht es bei Elektro Guzzi zu: Sie spielen in der Besetzung Bass-Schlagzeug-Gitarre äußerst variantenreich Technomusik. Mit "Clones" ist vor wenigen Wochen wieder ein neues Album erschienen, die Präsentation erfolgt in der Grellen Forelle (Fr 23 Uhr). Am selben Abend stellt die Melancholie und politische Utopie einende Singer/Songwriterin Laura Rafetseder in Ottakring ihr zweites Soloalbum "Swimmers In The Arctic Sea" vor (Au, 20 Uhr). Und dann wären da noch die Rockbuben The Crispies, die ihr forsches Debüt "Death Row Kids" im Chelsea aus der Taufe heben (Do 21.30 Uhr).


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