7 Sachen, die Sie über das GEBÄREN nicht wussten

Stadtleben | aus FALTER 42/16 vom 19.10.2016

Kürzlich wurde berichtet, dass es in Wien "monatelange Wartelisten für Entbindungen" gäbe. Das klingt absurd.

Wie kann man sich das vorstellen?

Am besten gar nicht, denn das ist eine Ente. Dass die "Herbergssuche" für werdende Mütter schwieriger wird, stimmt aber.

An wie vielen Orten kann ich in Wien ein Kind zur Welt bringen?

Geburtenstationen gibt es (noch) in acht öffentlichen Krankenanstalten und in fünf privaten Kliniken. Für Hausgeburten kann man sich an 17 Kassen-und 160 Wahlhebammen wenden.

Warum "noch" acht Krankenhäuser?

Mit 15. Oktober schließt das Hanusch-Krankenhaus in Penzing seine Geburtenstation. Sie war bisher der Geburtsort von 900 Babys pro Jahr.

Warum?

Das ist ein Teil der Wiener Spitalsreform. Die Geburtenstationen im Kaiser-Franz-Josef-Spital und im Krankenhaus Hietzing werden dafür aufgestockt.

Wo ist dann das Problem?

Das Problem ist, dass bisher schon zu wenige Entbindungsplätze einer steigenden Geburtenzahl gegenüberstehen. Wenn nun eine so große Station wegfällt, verdichtet sich alles noch mehr.

Wie viele Kinder kommen in Wien jedes Jahr zur Welt?

Vergangenes Jahr waren es exakt 19.892. Wenn sich der Trend hält, könnten es heuer mehr als 20.000 Wiener Babys werden. So viele waren es seit 1968 -nach dem Summer of Love -nicht mehr.

Wie könnte man das lösen?

Die Patientenanwaltschaft wünscht sich eine Anlaufstelle, die die freien Plätze in allen Kreißsälen Wiens koordiniert.


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