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"Prosa von eine ferne, fremde, andere Sprach"

SF | Lexikon | aus FALTER 42/16 vom 19.10.2016

Radili kehrt nach Jahren in eine Stadt zurück. Die Suche nach einem damals vergrabenen Messer ist nur die erste von vielen Situationen, die der Erzähler vor dem Leser abrollt, fallen lässt, neu aufnimmt und auf unorthodoxe Weise miteinander verknüpft. Es wäre ein ganz normaler, übermütiger und ungenierter Großstadtroman, wäre da nicht seine Sprache, die Sprache der Migranten. Er sei "ein Fremdarbeiter in die Prosa von eine ferne, fremde, andere Sprach", so der israelische Autor Tomer Gardi über sein kunstvoll gebrochenes Deutsch. Heuer hat er mit einem Ausschnitt aus "Broken German" beim Bachmannpreis für viel Diskussionsstoff gesorgt. Nun ist der Roman erschienen, Gardi stellt ihn im Gespräch mit Fritz Ostermayer vor.

Hauptbücherei, Do 19.00


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