Die Denkerin aus der Generation "Sektion 8"

Mit Maria Maltschnig übernimmt eine Frau die SPÖ-Parteiakademie, die beides kann: Pragmatismus und Vision


Porträt: Barbara Tóth
Politik | aus FALTER 42/16 vom 19.10.2016

Plan A war eine andere. Sie hieß Barbara Blaha und wurde einer breiteren Öffentlichkeit bekannt, als sie aus Protest gegen die Einführung von Studiengebühren unter SPÖ-Kanzler Alfred Gusenbauer im Jahr 2007 enttäuscht und empört aus der Partei austrat. Ursprünglich wollte Bundeskanzler Christian Kern die heute 33-jährige Germanistin zur neuen Chefin der SPÖ-Parteiakademie machen.

Was wäre das für ein Signal gewesen! Blaha ist in Österreichs linker Intellektuellenszene ein Fixpunkt, genauso wie der von ihr gegründete "Momentum-Kongress". Geworden ist es dann zur Überraschung aller eine ganz andere. Nämlich Maria Maltschnig, 30, Kabinettschefin des Kanzlers. Eine Frau des Apparats, aber nur auf den ersten Blick.

Denn Maltschnig, gelassen, druckreife Sprache, kommt aus dem gleichen Biotop wie Blaha. Politisch sozialisiert wurde sie im VSStÖ der 2000er-Jahre, zu einer Zeit, als die Führung der roten Studentenschaft "aus Prinzip" (Maltschnig) in ausschließlich weiblicher Hand

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