Nüchtern betrachtet

Der Abend lässt sich ja gut an (wird fortgesetzt)

Feuilleton | Klaus Nüchtern | aus FALTER 42/16 vom 19.10.2016

Gäbe es hierzulande ein Bundesministerium für demokratischen Hedonismus und medienpolitischen Fortschritt (was ich sehr begrüßen würde), es trüge das Akronym Bumfdhumpf. Das Logo hätte der mypaintkundige Schwippneffe einer politprominent geschwängerten Winzerkönigin entworfen und sähe so aus wie alles, was irgendwie offiziell aussehen soll, sagen wir: eine Gewerkschaftszeitung oder ein pädagogisches Lehrbuch. Ich schicke das voraus, einerseits um einmal die Frage aufzuwerfen -einer muss es ja tun! -, warum das meiste, was irgendwie mit Fortbildung und Fortschritt zu tun hat, designmäßig zwischen Pharmaindustrie und Reformkindergarten circa 1983 angesiedelt ist, und andererseits, um anzudeuten, dass meine diesbezüglichen Erwartungen nicht sonderlich hoch waren, als ich unlängst von einer Institution eingeladen worden war, die sich Bifeb abkürzt und mit Erwachsenenbildung zu tun hat.

Wie aber schämte ich mich meiner zweckpessimistisch herabgedimmten Erwartung, als ich zur


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