Theater Kritiken

Unbedingt lebt es sich besser

Lexikon | MP | aus FALTER 42/16 vom 19.10.2016

Wann kann man schon zu einem Schauspieler sagen: "Du warst echt super als Lampe"? Das Ensemble, großteils Studierende am Max-Reinhardt-Seminar, verkörpert in der Uraufführung des Episodenstücks "Hose Fahrrad Frau" nicht nur Menschen, sondern auch deren Sachen: Bücher, Möbel, Kleidung, Toiletten, ein Fahrrad - alle rollen anfangs auf einem Gepäckband in den Raum. Ein Mann hat sich, philosophisch motiviert, von allem Besitz getrennt, ein anderer geht eher Richtung Messie. Dazwischen: gekaufte Frauen, gestohlene Föten. Zwar verspricht Stefan Wipplingers Text anfangs mehr, als er am Ende hält. Regisseurin Holle Münster (Prinzip Gonzo) und Ausstatterin Thea Hoffmann-Axthelm, die die souveränen Spieler in Schwarz-Weiß-Variationen kleidet, transzendieren den Abend aber zum feinsinnigen Spiel über die Macht der Dinge.

Volx/Margareten, Fr, Sa, Mi 20.00


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