Musiktheater Kritiken

Dick-und-Doof-Tragik als burleske Buffo-Parodie

HR | aus FALTER 42/16 vom 19.10.2016

Libretto und Musik für Salieris komische Oper "Falstaff" stehen in Da-Ponte-Nachfolge. Es gibt virtuose Wutarien des betrogenen Ehemann-Tenors Mr. Ford (Maxim Mironov), dessen Gattin als deutsche "Frauketta" den größenwahnsinnigen Oliver Hardy-Falstaff zum Tête-à-Tête verführt hat, worauf der sich seines Bauchs entledigt und von der bigotten Intrigengesellschaft so verspottet und gepiesackt wird, dass in der Regie Torsten Fischers am Ende sogar die Queen "amused" ist. In der Ausstattung dient eine Hängematte als Schaukel, und der in Goldkostümen und James-Bond-Outfits mit Pistolen agierende Schoenberg-Chor umschwirrt den nun selbst auf die Hörner Genommenen. René Jacobs dirigiert alle diese Pretiosen hörenswert.

Theater an der Wien, Fr, So 19.00


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