Kommentar Kultur

Die Literaturpreisflut wirft die Frage auf: Ist mehr auch immer gut?


Klaus Nüchtern

Falter & Meinung | aus FALTER 42/16 vom 19.10.2016

Der Herbst ist die Zeit der Ernte auch in der Literatur. Neben dem Nobelpreis (siehe S. 28) und dem Deutschen Buchpreis, der kurz vor Redaktionsschluss an Bodo Kirchhoff ging, wird im November heuer erstmals auch der mit 20.000 Euro dotierte Österreichische Buchpreis verliehen. Der soll im Unterschied zu seinem deutschen Pendant, das in Wirklichkeit ein deutschsprachiger Buchpreis ist, "die Qualität und Eigenständigkeit der österreichischen Literatur" würdigen, weswegen ihn -in Analogie zu dem seit 2008 vergebenen Schweizer Literaturpreis - auch nur heimische Schriftstellerinnen und Schriftsteller erhalten können. Gemäß der letzte Woche von der Jury erstellten Shortlist wird er am 8. November an Sabine Gruber, Peter Henisch, Friederike Mayröcker, Anna Mitgutsch oder Peter Waterhouse gehen.

Jetzt kann man natürlich immer treffl ich darüber debattieren, wer's aus welchen Gründen auf welche Liste geschafft hat oder auch nicht. Kritik wird aber nicht nur an der je konkreten Entscheidung

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