Kommentar Justiz

Der Fall Cathrin Kahlweit und die Wiener Polizei: ein Exzess


FLORIAN KLENK
FALTER & MEINUNG | aus FALTER 43/16 vom 27.10.2016

Cathrin Kahlweit, Korrespondentin der Süddeutschen Zeitung, ist keine Journalistin, die sich als Person in Szene setzen will. Sie ist eine ruhige, intellektuelle Frau, präzise in der Beobachtung, sachlich im Urteil. Sie wollte diese Affäre aus den Medien halten, wohl auch um ihre Arbeit als distanzierte Korrespondentin ungestört ausüben zu können.

Doch was Kahlweit der Polizei Anfang Februar schriftlich mitteilte, kann von Justiz und Politik nicht länger übergangen werden. Ein Wiener Strafrichter hat ihr am vergangenen Montag in einem Strafprozess absolute Glaubwürdigkeit attestiert. Es gebe "keinen Grund, an der Aussage Kahlweits zu zweifeln", erklärte Richter Andreas Hautz.

Kahlweit war am Montag Zeugin in einem Verfahren gegen fünf junge Männer. Sie hatte am Rande des WKR-Balls im Jänner beobachtet, wie Polizisten in Zivil die Jugendlichen offenbar unnötig brutal verhafteten und mit dem Knochenbrechen bedrohten .Auch sie selbst wurde, weil sie nicht sofort von der Stelle

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