Prost! Lexikon der Getränke. Diese Woche: Waldbier

Ein Seiterl mit dem Geschmack des Waldes

STADTLEBEN | GP | aus FALTER 43/16 vom 27.10.2016

Selbst wer gern in Wald und Flur umgeht, bleibt in den kommenden Monaten oft lieber drinnen -doch die Aromen des Waldes, die kann man sich im Winter auch ins Wohnzimmer holen. Schon zum sechsten Mal stellen die Österreichischen Bundesforste (ÖBf) zusammen mit Braumeister Axel Kiesbye ein Waldjahrgangsbier vor. Bisher fanden Fichte, Schwarzkiefer, Lärche, Zirbe und Tanne den Weg in die Flasche, heuer ist es Alpen-Wacholder aus dem Lungau.

Braumeister Kiesbye werkt normalerweise in der Trumer Privatbrauerei, zwischendurch "leiht" er sich die Brau-und Abfüllanlage für Experimentalsude. Den heuer verwendeten Wacholder kennen wir hierzulande vom Gin und als Gewürz von Sauerkraut und Fleischgerichten, in Skandinavien ist er schon lange auch Bierzutat.

Das Ergebnis des heurigen Experiments ist ein spritziges, eher herbes Strong Ale (7,2% Vol.). Seine Nuancen verdankt es dem zweimaligen Pflücken: Im Frühsommer sammelten Förster und Kiesbye junge Wacholderzweige und -beeren für die holzigen Aromen. Im Spätsommer nach dem ersten Frost ernteten sie die reifen Beeren für die fruchtig-würzigen Noten. Zu bekommen ist das Bier in den Wein-&-Co-Bars, direkt bei Kiesbye oder unter www.waldbier.com; in 0,33-und 0,75-Liter-Flaschen und erstmals auch in kleinen Fässern. Alle Waldbiere sind stärker eingebraut, daher können sie mindestens fünf Jahre gelagert werden.


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