"Ich liebe diese großen Tanker!"

Bernhard Günther ist der neue Chef des Neue-Musik-Festivals Wien Modern, das am 30. Oktober beginnt

FEUILLETON | INTERVIEW: ARMIN THURNHER HEINZ RÖGL | aus FALTER 43/16 vom 27.10.2016

Mit Tanker meint Bernhard Günther natürlich die Größe seines Festivals. Es ist bereits das größte seiner Art in Österreich, und sein neuer künstlerischer Leiter hat es entschlossen gleich noch einmal vergrößert und durch ein paar beherzte Innovationen bereichert. Etwa durch ein Konzert von 15 Streichquartettensembles, die gleichzeitig sämtliche 15 Streichquartette von Dmitri Schostakowitsch spielen.

Falter: Wie wurden Sie musikalisch sozialisiert und warum sind Sie nach Wien gegangen?

Bernhard Günther: Nach Wien bin ich tatsächlich der Musik wegen gekommen. Ich komme aus einer Musikerfamilie, meine Schwester ist Geigerin, meine Mutter Kirchenmusikerin, ich habe als Kind angefangen, Cello zu lernen, war mit 15 Jungstudent an der Musikhochschule in Lübeck und ging mit 19 nach Wien, um Musikwissenschaft zu studieren.

Warum Musikwissenschaft?

Günther: Ich habe bei der damaligen Art der Ausbildung das Nachdenken über Musik vermisst und diese Etüdenmühle gehasst, durch die man getrieben


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