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Wieso wird im Burgenland und in Kärnten so viel gestorben?

POLITIK | INTERVIEW: FLORIAN KLENK | aus FALTER 43/16 vom 27.10.2016

Anfang November verkleiden sich die Österreicher nicht nur als Zombies, um Halloween zu feiern, sie gehen auch zu echten Gräbern. Was sieht ein Statistiker, wenn er auf Friedhöfe und Sterbetafeln schaut? Wird auf dem Land früher gestorben als in der Stadt?

Falter: Herr Pesendorfer, Allerheiligen naht, reden wir über den Tod und das Sterben. Wie oft und wann wird in Österreich gestorben?

Konrad Pesendorfer: In Österreich sterben täglich etwa 227 Menschen, in Wien sind es 45. Der Tagesdurchschnitt war in den letzten fünf Jahren mit 250 Gestorbenen im Februar am höchsten. Insgesamt hatten wir in Österreich 2015 83.073 verstorbene Personen, das sind 9,6 Sterbefälle pro 1000 Einwohner. Vorarlberg hat mit 7,8 von 1000 die geringste Sterberate, das Burgenland mit 11,4 die höchste. Wie erklärt sich dieser Unterschied?

Pesendorfer: Ausschlaggebend für die Unterschiede in der Sterberate zwischen den einzelnen Bundesländern sind die Altersstruktur der regionalen Bevölkerung - je älter


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