Film Neu im Kino

Krimi mit Stil: "Girl on the Train"

Lexikon | DR | aus FALTER 43/16 vom 27.10.2016

Einst stammten Gebrauchskrimis als Buch und Film von Agatha Christie, spielten unter feudal verbandelten Tatverdächtigen mit Erbschaftsund Rachegier auf Landsitzen in Dorchester, hielten uns mit Übersehenem zum Narren, hatten am Ende eine Rückblende und Sir Henry als Mörder. Heute stammen Gebrauchskrimis wie Paula Hawkins "Girl on the Train" (der Titel verbirgt es mühsam) vom Bestseller "Gone Girl" ab, spielen unter als Therapiesoziotop und per iPhone verbandelten, fad verdächtigen Vorstadtweibern und -mandln mit Ehekrise und Kinderwunsch auf Landsitzen in Westchester, New York, machen sich mit Perspektivwechselgeprotze zum Narren, bestehen aus Rückblenden und haben irgendwen als Mörder. Die Kinoversion mit trüben Farben und Problemfilmflair ist gut gespielt, u.a. von Emily Blunt als Alkoholikerin mit Filmriss ohne Make-up

Ab Fr im Kino (OF im Artis und Haydn)


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