Machen wir gezähmte Wettwerbe!

Gänzlich offene Architekturwettbewerbe funktionieren nicht mehr. Plädoyer für ein modifiziertes System

TEXT: RUDOLF SCHICKER | STADTLEBEN | aus FALTER 43/16 vom 27.10.2016

Die Diskussion zwischen Stadträtin Ulli Sima und der Architektenkammer bietet unabhängig vom konkreten Fall die Chance, das Wettbewerbswesen einmal mehr zu hinterfragen.

Als Stadtrat für Stadtentwicklung und Verkehr war ich mit der Frage der Wettbewerbe für öffentliche Bauaufträge intensiv befasst. Das betraf nicht nur das Verhältnis zwischen Auftragnehmern und Auftraggeber, sondern auch die Ausgestaltung von Wettbewerben und Regeln für deren Abwicklung.

Was die Rolle des öffentlichen Auftraggebers betrifft, so ist dessen Interesse in der Regel, sparsam mit den öffentlichen Mitteln umzugehen und trotzdem ein funktionales und auch mit dem Stadtbild verträgliches Gebäude zu erhalten. Schließlich ist von Haus aus den Vorwürfen zu begegnen, dass die öffentliche Hand allzu freizügig mit Steuergeldern umgeht. Ergebnisse von Architekturwettbewerben können den Zielen von Funktionalität und Sparsamkeit aber mitunter entgegenstehen.

Private Auftraggeber artikulieren noch deutlicher

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