7 Sachen,

die Sie über den ZENTRALFRIEDHOF nicht wussten

STADTLEBEN | aus FALTER 43/16 vom 27.10.2016

Eine Freundin meinte, sie werde zu Allerheiligen auf den Zentralfriedhof gehen, obwohl sie dort keine Verwandten oder Bekannten hat. Warum macht man so was?

Nun, der Wiener schaut dem Tod halt gern ins Aug. Für viele ist der Zentralfriedhof mit seinen prächtigen Gräbern und der üppigen Flora und Fauna tatsächlich nicht bedrückend, sondern ein echter Kraftplatz.

Was macht den Zentralfriedhof so besonders?

Er ist mit 2,5 Quadratkilometern eine der größten Ruhestätten der ganzen Welt. In 330.000 Grabstellen liegen hier mehr als drei Millionen Leichen.

Nur Katholiken?

Nein. Es gibt auch eine buddhistische Abteilung, eine evangelische, eine islamische, eine jüdische, eine orthodoxe und eine mormonische (seit 2009).

Seit wann gibt es eigentlich den Zentralfriedhof?

Er wurde 1874 eröffnet. Weil Wien Mitte des 19. Jahrhunderts von 340.000 auf 630.000 Einwohner wuchs, gab es Bedarf nach Grabplätzen. Dann begann man, auf einem Acker im jetzigen Simmering dieses Areal zu bauen.

Wird hier heute noch immer beigesetzt?

Ja, jeden Tag werden am Zentralfriedhof 20 bis 25 Tote begraben.

Welche Wiener Berühmtheiten ruhen auf dem Zentralfriedhof?

Zum Beispiel Ludwig van Beethoven, Bruno Kreisky, Udo Jürgens, beide Johann Strauß, Falco, Helmut Qualtinger und alle Bundespräsidenten.

Und Mozart?

Nein, der liegt am St. Marxer Friedhof. Am Zentralfriedhof steht nur ein Denkmal. Der St. Marxer Friedhof ist übrigens auch einen Besuch wert.


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