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Brillanter Kopf und "ausgestopfter Barbar"

Lexikon | SF | aus FALTER 43/16 vom 27.10.2016

Das Schicksal des "Hofmohren" Angelo Soliman (1721-1796), der als Kindersklave nach Wien kam, an Fürstenhöfen ausgebildet wurde und als einer der klügsten Köpfe seiner Generation galt, hat immer wieder Künstler beschäftigt. Soliman bewegte sich in Freimaurerkreisen, tauschte sich mit Wissenschaftlern aus und hatte gute Beziehungen zu Kaiser Joseph II. Aufgrund seiner Hautfarbe wurde er gleichzeitig wie eine Jahrmarktsattraktion behandelt. Traurige Berühmtheit hat er bis heute, weil ihm nach seinem Tod die Haut abgezogen und er wie ein Tier als Stopfpräparat im kaiserlichen Naturalienkabinett ausgestellt wurde. Der Ungar Gergely Péterfy hat diese Geschichte in dem Roman "Der ausgestopfte Barbar" verarbeitet. Buchpräsentation mit dem Autor, Übersetzer György Buda, Philipp Blom (Referat) und Paul Lendvai (Moderation).

Österr. Nationalbibliothek, Oratorium, Mo 18.00


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