Phettbergs Predigtdienst

Vorgänge, die du ermessen können musst

KOLUMNEN | aus FALTER 43/16 vom 27.10.2016

Im heutigen Traum hatte ich vier, fünf, sechs Särge gewonnen. Ich vermute, das entstand, weil meine Traumzentrale weiß, dass sechs meiner Mitschülys der alten Retzer Handelsschule in der Althofgasse 2070 Retz vor dem Klassentreffen nach 50 Jahren, das heute stattgefunden hat, bereits verstorben sind.

Die Stadt Retz ist aufgeputzt wie nur etwas, überhaupt finde ich ganz Österreich bestens geordnet und regiert. Dass einer unserer Mitschülys in der Handelsschule, Alfred Kliegl, nun Vizebürgermeister von Retz ist, macht mich stolz. Dass die Stadt Retz keinen einzigen freiheitlichen Gemeinderat hat, muss ich unbedingt in mein Gestionsprotokoll schreiben!

Es waren 19 unserer Schulkollegys zum 50-jährigen Klassentreffen angereist. Es war den ganzen Tag keine einzige Wolke am Himmel zu sehen! Ich habe von den 19 heute gekommenen Mitschülys fast niemand mehr erkannt. Ich konnte mich vor allem an Eduard S. erinnern, alle erkennen ihn sofort mit seinen roten Haaren. Und seine unglaublich innige Gerechtigkeit in jedem Satz, den er ausspricht, spüren wir alle! Erkannt hab ich außerdem Franz P., erstens, weil ich ihn öfters in Wien getroffen habe, und zweitens, weil er die ganzen Handelsschuljahre neben mir gesessen ist.

Als ich dann längere Zeit mit Monika H. ins Reden kam, begann ich mich an ihre sehr mütterlichen Gesichtszüge zu erinnern. Ihr Wesen hat mich während der Handelsschulzeit besonders angezogen. Und Anni H. war überhaupt eine weibliche Schönheit total! Sie wurde bald nach der Handelsschulzeit zur Miss Vienna gekürt. Das stand damals groß auf der Titelseite einer Kurier-Ausgabe. Eine meiner Mitschülinnen traf ich einmal zufällig als Pastoralassistent in der Pfarre Meidling (Migazziplatz), ich sollte mit ihr ein Taufgespräch abhalten, als ich Pastoralassistent in Meidling war. Das damalige Baby ist heute 40 Jahre alt -das sind Vorgänge, die du ermessen können musst während deines Lebens! Als wir dann mit dem Zug nach Wien zurückfuhren, gesellte sich auch die Mitschülin Ulli R. zu Sir eze und mir und erzählte uns, dass sie in die Hand klatschte, als sie in "Phettbergs Nette Leit Show" erkannte, dass ich, Josef Fenz, der elende Hermes Phettberg bin!

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