"Ich glaube nicht an Schauspielerführung"

Der Schauspieler Daniel Auteuil ist ein Star, ohne eine Sehnsuchtsfigur zu sein. In seinem neuen Film "Im Namen meiner Tochter -Der Fall Kalinka" verkörpert er einen Vater, der für die Verurteilung des Mörders seiner Tochter kämpft

INTERVIEW: GERHARD MIDDING | FEUILLETON | aus FALTER 43/16 vom 27.10.2016

Das Kino ist für ihn eine Verwandlungskunst. Er ist gleichermaßen überzeugend als extrovertierter Komödiant wie als verschlossener Protagonist der grandiosen Melodramen von Claude Sautet und André Téchiné. Er konnte ein Filmstar werden, ohne eine Sehnsuchtsfigur zu verkörpern. Oder hat man je von einem Kinozuschauer gehört, der davon träumt, Daniel Auteuil zu sein?

Oft verwehren seine Figuren dem Zuschauer die allzu leichte Identifikation. So ist es auch in "Au nom de ma fille"(deutsches Titelungetüm: "Im Namen meiner Tochter - Der Fall Kalinka"), der auf realen Ereignissen beruht: Auteuil verkörpert einen Vater, der 30 Jahre lang dafür kämpft, dass der Mörder seiner Tochter (gespielt von Sebastian Koch) endlich zur Verantwortung gezogen wird und vor Gericht kommt.

Falter: Herr Auteuil, Sie haben häufig reale Figuren verkörpert: Henri de Navarre in "Die Bartholomäusnacht", den Widerstandskämpfer Raymond Aubrac und den Marquis de Sade. Empfinden Sie dabei eine Verantwortung

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