Blattschluss

Der österreichische Investor Heinrich Pecina hat sich von seinem ungarischen Medienimperium befreit

Politik | Bericht: Zsuzsa Földvári | aus FALTER 44/16 vom 02.11.2016

Am 25. Oktober verkaufte der österreichische Investor Heinrich Pecina sein ungarisches Medienimperium Mediaworks Hungary Zrt. Es umfasste unter anderem zwölf regionale Tageszeitungen, von denen einige erst Wochen zuvor zugekauft worden waren. Darunter war eine Sportzeitschrift, der nachgesagt wird, eines der Lieblingsmedien des ungarischen Ministerpräsidenten Viktor Orbán zu sein, eine Wirtschaftszeitung sowie die vor einigen Tagen eingestellte Traditionszeitung Népszabadság. Die Höhe der Kaufsumme wurde geheim gehalten.

Es blieb ebenfalls ungeklärt, ob die Gerüchte wahr sind, nach denen hinter dem Käufer Opimus Press Zrt., dessen Eigentümer wiederum die Opimus Gruppe ist, in Wahrheit nicht Lőrinc Mészáros steckt. Mészáros war einst Installateur und ist heute Milliardär. Und er ist ein alter Freund Orbáns.

Unbestritten hingegen ist, dass die ungarische Wettbewerbsbehörde in einem bisher beispiellosen Tempo dem Eigentümerwechsel zugestimmt hat und regierungsnahe Medienvertreter


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