Zahlen! Das wöchentliche Gespräch über neue Daten und harte Fakten

"Warum sind Kinder, die in den Kindergarten gehen, in Mathematik so erfolgreich?"

Politik | Interview: Florian Klenk | aus FALTER 44/16 vom 02.11.2016

Der Kindergarten ist doch nur eine schädliche Verwahrungsstelle für die Kleinsten. So tönen immer noch viele Konservative, die sich gerne als Bildungselite verstehen. Doch das Gegenteil ist der Fall, wie eine neue OECD-Studie zeigt. Wer früher in den Kindergarten geht, hat bessere Noten.

Falter: Herr Pesendorfer, die OECD hat soeben ihre Bildungsstudie "Education at a Glance" vorgelegt, es läuft offenbar einiges schief in Österreich.

Konrad Pesendorfer: Das Fazit ist, dass wir zwar Verbesserungen im Bildungsstand verzeichnen können, Bildungsmobilität aber immer noch ein großes Problem darstellt. Wirklich bemerkenswert ist das riesige Potenzial, das die OECD bei der frühkindlichen Erziehung aufzeigt. Wir können den Bildungsweg unserer Kinder wesentlich erleichtern, wenn wir uns früh genug um sie kümmern.

Was bedeutet das?

Pesendorfer: Wir haben eine Betreuungsquote der Dreijährigen von 73 Prozent. Das ist der OECD-Durchschnitt, aber noch viel weniger als etwa in Frankreich, wo


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