Seinesgleichen geschieht Der Kommentar des Herausgebers

Über das kleinere Übel. Und ein Wort zu Hillary Clinton


Von Armin Thurnher
Falter & Meinung | aus FALTER 44/16 vom 02.11.2016

Wir leben im Zeitalter des geringeren Übels. Unser politisches Glück besteht hauptsächlich in der Vermeidung größeren Unglücks. Die EU-Führung ist ein Glück. Man muss Kommissionspräsident und Kapitalversteher Jean-Claude Juncker seinem Vorgänger José Manuel Barroso vorziehen. Dieser wechselte ungeniert direkt als "Präsident ohne Portefeuille" zur Investmentbank Goldman Sachs, die Amerika samt dem Rest der freien Welt regiert.

Dass die Europäische Union überhaupt existiert, ist ein Glück. Mit den von der europäischen Rechten herbeigesehnten Nationalstaaten hätten wir auch in Europa längst Krieg. Angela Merkel ist ein Glück, verglichen mit Horst Seehofer oder Wolfgang Schäuble. In Österreich haben wir zum Glück unsere rot-schwarze Koalition, sonst hätten wir Blau-Schwarz.

Der Zwang, ein Unglück begrüßen zu müssen, weil es größeres Unglück verhindert, behindert unsere Diskursfähigkeit und schränkt sie auf fatale Weise ein. Das muss vorausschickt werden, um nicht

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