Anton Horvath in der Melibar

Die Serie "Horvathslos" ist mittlerweile Kult. Die Macher Christopher Seiler und Bernhard Speer präsentierten nun die dritte Staffel


Reportage: Stefanie Panzenböck

Feuilleton | aus FALTER 44/16 vom 02.11.2016

Südlich von Wien, gleich hinter dem Ortsschild von Leobersdorf, befindet sich auf der rechten Straßenseite eine große Leuchtreklame. "Tanzcafé Melibar" steht mit neonblauer Schrift auf schwarzem Grund. Was nach Provinz-Disco aussieht, ist einer der Schauplätze der Web-Serie "Horvathslos".

Hinter einer schweren Tür führen einige Stufen hinunter in den Gastraum. Es ist schummrig in der Melibar, auf schweren Holztischen steht Landwein und Melibar-Bier in Dosen. Rauch hängt in der Luft und Paulaner-Fahnen an der Decke. Vor dem DJ-Pult ist eine Leinwand aufgebaut.

Die Präsentation der dritten Staffel der Satireserie "Horvathlos" von Christopher Seiler und Bernhard Speer, bekannt als Band Seiler & Speer, steht an. Wobei es die Geschichten über den Paradeproleten Anton Horvath schon ein Jahr länger gibt als das Austropop-Duo, seit 2013.

Die Gäste wundern sich. Die Melibar hatte man für einen Mythos gehalten, die zwar in der Serie eine Rolle spielt, sonst aber nicht existiert. Was es

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