SA TRAMPA! FÜR TRUMP

Sie sind zum Teil selbst vor Diskriminierung geflohen und unterstützen jetzt Donald Trump. Ein Besuch bei russischen Emigranten in New York.

Politik | Begegnung: Anna Goldenberg | aus FALTER 44/16 vom 02.11.2016

Am 8. November wird Malka Shahar zum ersten Mal an amerikanischen Präsidentschaftswahlen teilnehmen. Seit letztem Sommer ist die 52-Jährige nämlich US-Staatsbürgerin. Bis 2004 lebte sie in St. Petersburg und Moskau, wo sie viele Jahre für die marktliberale Oppositionspartei "Union der rechten Kräfte" tätig war. Ihr Chef war der im Vorjahr ermordete Politiker Boris Nemtsov. Shahar, die damals noch Malika Shagaraeva hieß, wurde die Lage schon früher zu brenzlig. Ein Auto verfolgte ihren jüngeren Sohn jeden Tag auf seinem Schulweg. Sie erzählt von Anrufen, in denen man ihr drohte, sie werde die letzte in ihrer Familie sein, die sterben werde - außer sie verließe Russland. Mit einem Touristenvisum gelangte Shahar nach New York und ließ die beiden Söhne, damals Teenager, bei ihrer Familie zurück. Sechs Jahre kämpfte sie um politisches Asyl; die studierte Psychologin ging putzen. Nun scheint es geschafft. Wem wird sie also ihre Stimme geben? Donald Trump.

"Meiner Meinung nach


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