Der Comedian Daniel Sloss über beleidigenden Humor und Tabus

Feuilleton | aus FALTER 44/16 vom 02.11.2016

Daniel Sloss wurde an einem 11. September geboren und hat darüber bestimmt schon Witze gemacht. Er steht auf der Bühne, seit er Teenager ist, und gilt mit seinen 26 Jahren als eines der größten Talente der Comedy-Szene, sein Humor selbst im britischen Vergleich als besonders dark. Das Publikum auf der Insel kennt ihn auch aus dem Fernsehen. Mit dem Programm "So?" und seinem Kollegen Kai Humphries tritt der Schotte mit englischen Wurzeln nun zum dritten Mal auf Einladung der Initiative "Stand Up, Vienna!" in Wien auf.

Falter: Mr. Sloss, sind Sie froh, dass Ihre Muttersprache eine Weltsprache ist?

Daniel Sloss: Oh Gott, und wie. Wir haben einen kleinen Sprachführer für jedes Land, in das wir reisen, aber sobald uns die Wiener nach diesem Buch greifen sehen, sagen sie: "Ach so, ihr britischen Idioten. Tut euch nix an, wir reden Englisch mit euch."

Sie touren viel durch nicht englischsprachige Länder. Wie gehen Sie mit Sprachbarrieren um?

Sloss: Manche Anspielungen funktionieren nicht überall,


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