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IT-Kolumne

Medien | Anna Goldenberg | aus FALTER 44/16 vom 02.11.2016

Wie Sie an meiner feschen Krone unschwer erkennen können, weile ich zurzeit in New York. Was den Umgang mit digitalen Technolo gien im Alltag betrifft, ist man uns hier voraus. Im Schnitt zwei Jahre dauert es, bis ein Trend in den deutschsprachigen Raum kommt, habe ich einmal gehört. Hier war man schon auf der Dating-App Tinder unterwegs, als man in Wien noch vor der Elmayer-Garderobe anbandelte.

Apropos Partnersuche: Der Fahrtendienst UberPool, kam mir zu Ohren, werde zu diesen Zwecken genutzt. Uber, bei dem man per App ein Auto bestellen kann, gibt es ja schon in Österreich. In New York kann man Fahrten mit einem anderen Fahrgast, der in die gleiche Richtung muss, teilen ("poolen"). Der Heimweg ist kurz und das Publikum jung. Die App zeigt nur den Vornamen an; wählen kann man leider nicht ("jemand lustigen, bitte, der nicht stinkt"). Wer steigt ein? Eric hat gute Laune und große Lust, laut zu sprechen. Nüchtern ist er auch nicht mehr. Rosemarie hört Musik. Andrew blickt gar nicht von seinem Smartphone auf. Hat er das beim Elmayer gelernt?


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