Nüchtern betrachtet

In der Fuzo von Mainz kommt Wolle vor Piercing

Klaus Nüchtern berichtet aus seinem Leben. Die Kolumnen als Buch: faltershop.at/nuechtern

Feuilleton | aus FALTER 44/16 vom 02.11.2016

Das Jetset-Life, das ich zurzeit führe, brachte es mit sich, dass ich in den letzten Wochen öfter auf dem Frankfurter Flughafen war als in meinem Railjet-Leben davor. Ich mag Flughäfen generell nicht besonders, Frankfurt gar nicht, und der Frankfurter Flughafen liegt wohl irgendwie dazwischen. Er wird mit Croissantbackabluft beblasen, und es gibt kein Duty-free-Mineralwasser to go, sondern Wegelagerermineralwasser um drei Euro und 25 Cent Pfand. Außerdem sausen ständig schwarzgewandete und brutal bestiefelte Escort-Ninja-Girls aus Ländern des ehemaligen Ostblocks an einem vorbei. Ich habe Angst vor denen. Mit ihren Handtaschen erschlagen sie kleine Kätzchen und mit ihren platinblonden Pferdeschwänzen können sie ihre Gegner köpfen.

Dennoch sollte ich endlich einmal etwas Nettes über Frankfurt schreiben. Auf der Buchmesse habe ich gesagt, dass ich Frankfurt nicht ausstehen kann, und die freundliche junge Frau vom Verlag hat gemeint, dass sie Frankfurterin sei, das aber verstehen

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