WILLKOMMEN IM SYSTEM CLINTON

Die Clintons sind ein Team. Sie spielen ein Spiel zwischen Regierungsamt und privater Stiftung. Sie wurden dabei reich und bleiben mächtig

Politik | Bilanz: Armin Thurnher | aus FALTER 44/16 vom 02.11.2016


Foto: STRINGER / EPA / picturedesk.com

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Die erste Präsidentin der Vereinigten Staaten von Amerika ist eine zähe und konsequente Lady. Hillary Clinton hat sich von keiner Krise, keinem Skandal und keinem Rückschlag abhalten lassen, ins Amt des mächtigsten Menschen der Welt zu gelangen. Jüngere Gegner hat sie kühl aus dem Weg geräumt. Frauen, die ebenfalls – vielleicht sogar besser – für das Amt geeignet gewesen wären, die demokratischen Senatorinnen Dianne Feinstein, Nancy Pelosi oder Elizabeth Warren stellten sich ihr erst gar nicht in den Weg.

Übrig blieb der unabhängige Kandidat Bernie Sanders, ein Randkandidat, den sie mit Mühe besiegte. Und mithilfe eines von ihr kontrollierten Parteiapparats, der statt für faire Vorwahlen zu sorgen vielmehr – wie mittlerweile aus geleakten Mails klar wurde – alles tat, um Clinton zu bevorzugen. Die nationale Parteivorsitzende Debbie Wasserman Schultz, eine Clinton-Parteigängerin, musste zurücktreten, weil aufkam, dass sie Sanders systematisch benachteiligte, zum Beispiel durch Reduzierung der Zahl von TV-Debatten und deren Ansetzung zu Zeiten niedriger Publikumsresonanz. Aber da war Hillary schon durch.


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