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Feuilleton | aus FALTER 44/16 vom 02.11.2016

Man Booker Prize

Der Man Booker Prize wurde heuer erstmals an einen Amerikaner vergeben, und zwar an den 54-jährigen, aus Los Angeles stammenden Paul Beatty, der für seine Politsatire "The Sellout" ausgezeichnet wurde. Die Jury-Vorsitzende und Historikerin Amanda Foreman begründete diese "ungemütliche" Wahl damit, dass der Roman die Leserinnen und Leser mit "unbekümmertem Frohsinn ans Kreuz nagelt". Der Protagonist des Romans sucht sich seiner afro-amerikanischen Identität dadurch zu versichern, dass er die Wiedereinführung der Sklaverei und der Rassentrennung in seinem Viertel in L.A. anstrebt. Seine ersten literarischen Gehversuche machte Beatty im Poetry Slam, ehe er 1996 mit "The White Boy Shuffle" sein Romandebüt vorlegte.

Büchner-Preis für Marcel Beyer

Am 5. November wird dem deutschen Autor Marcel Beyer (Jg. 1965) der Georg-Büchner-Preis verliehen. Es handelt sich dabei um den renommiertesten und mit 50.000 Euro Preisgeld auch höchstdotierten jährlich vergebenen Literaturpreis

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