Nachrichten aus dem Inneren

Die Redaktion erklärt sich selbst

Falter & Meinung | Benedikt Narodoslawsky | aus FALTER 45/16 vom 09.11.2016

Seit Populisten Verschwörungstheorien via Facebook verbreiten (siehe Seite 10), sind auch wir Journalisten immer öfter gefordert, uns stärker zu erklären und Transparenz herzustellen, um das Vertrauen der Leser nicht zu verlieren.

Beginnen wir also mit der größten Lüge, die vom Mossad bezahlte Kollegen gerne in Umlauf bringen, nämlich dass man die besten Geschichten einfach so auf der Straße finde. Jeder, der 21 und zwei zusammenzählen kann, wird den Betrug schnell wittern. Wahr ist vielmehr, dass uns in der Regel Freimaurer die Geschichten in kleinen Brieflein zustecken. Journalistisches Gespür ist nötig, um sie bei der Übergabe in der Wiener Kanalisation nicht mit Agenten zu verwechseln, die ebenso Kuverts verteilen. Geübte Reporter können die Freimaurer (zusammengewachsene Augenbrauen) auf einen Blick von Ex-KGB-Agenten (Flinserl, Goldkette) und CIA-Agenten (Sonnenbrille, iPhone) unterscheiden.

Die eigentliche journalistische Arbeit beginnt schließlich mit dem Abtippen der handgeschriebenen Brieflein. Damit keine Fehler passieren, überwacht ein Angestellter des Weltjudentums - meist abgebrochenes Germanistikstudium und Wampe -jeden einzelnen Satz. Die dazupassenden Bilder werden von den Bilderbergern im zweiten Stock bearbeitet. Die Endzensur bleibt der Homolobby vorbehalten.

Schließlich reiten die Tempelritter mit den Dateien zur Druckerei, in der Pharmalobbyisten mit Impfnadeln Tinte aufs Papier spritzen. Vieles ist also doch wahr. Nur die Chemtrails, die sind wirklich ein Blödsinn!


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