Salzburg ordnet sich neu

Kampf den ausgestorbenen Ortskernen und den von Megamärkten gesäumten Kreisverkehren: Ein neues Raumordnungsgesetz könnte das Salzburger Landschaftsbild nachhaltig verändern

Planquadrat: Tobias Holub | Landleben | aus FALTER 45/16 vom 09.11.2016


Foto: Florian Hörmann

Foto: Florian Hörmann

Astrid Rössler ist zu spät. Fünf Minuten, zehn, auch nach 15 Minuten ist sie noch nicht im Chiemseehof angekommen, jenem unscheinbaren Gebäude, in dem die Salzburger Landesregierung arbeitet. Die grüne Landeshauptmannstellvertreterin von Salzburg ist dieser Tage schwer beschäftigt. Immerhin versucht die Regierung gerade, die wohl ambitionierteste Raumordnungsreform der vergangenen Jahre umzusetzen. Und die zuständige Landesrätin dafür heißt: Astrid Rössler.

Der Grund für ihre Verspätung ist aber ein anderer. Den erfährt man, wenn man sich aus dem Fenster des großen Sitzungssaals im vierten Stock lehnt. Dort unten steht Rössler und redet mit einer Gruppe Demonstranten. „Gatterjagdverbot jetzt“ steht auf ihren Transparenten. Wenig später erscheint sie keuchend im Saal und entschuldigt sich: Sie sei da eigentlich nicht zuständig, sagt sie, um jagdbare Tiere kümmere sich das Landwirtschaftsressort. „Ich wollte nur wissen, worum es geht.“

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