Voodoo Jürgens ist nicht der Jüngste beim Autumn Leaves Festival

Lexikon | Vorfreude: Maria Motter | aus FALTER 45/16 vom 09.11.2016

Drei Konzerte an drei Abenden unter dem Überbegriff "Songwriting", das ist das Konzept des Autumn Leaves Festivals. Im Line-up finden sich diesmal so schöne Kombinationen wie ein Gastspiel der Südafrikanerin Alice Phoebe Lou, ein Solokonzert des The-Base-Sängers Norbert Wally und eines von Lylit, deren Stimme ihre Soulsongs erfüllt.

Sind die Stücke auf Alice Phoebe Lous Debüt "Orbit" auch von melancholischer Langsamkeit geprägt, so ist ihre Stimme doch wunderbar. Am ersten Festivaltag gibt es als Draufgabe noch ein viertes Konzert: Ein Onk Lou stellt sich vor.

Der zweite Tag legt an Tempo zu: Die heimischen Hits "Superego" und "Butter" von Leyya haben Sirenenqualität und Beats. Bereits zu den auftretenden Stammgästen des Vereins Platoo, der das Autumn Leaves veranstaltet, zählt der Kanadier Mark Andrew Hamilton aka Woodpigeon. Dessen Landsmann Jeff Beadle schätzt Folk-Geschichten ebenso und Tremolo. Er gehört zu jenen Musikern, die weltweit mit ihrer Musik touren und zu Hause einem bodenständigen Beruf nachgehen. Beadle ist Poolreiniger.

Auch Voodoo Jürgens hat schon mal gegärtnert, und zwar auf dem Friedhof, zumindest hat das der Liebling der Saison in Interviews zu Protokoll gegeben. Es ist zu wünschen, dass Voodoo Jürgens noch viele weitere Erlebnisse gehabt hat und haben wird, die ihn zu Strophen inspirieren.

Noch jünger als Voodoo Jürgens sind der Grazer Musiker Wolves Around und Haley Heynderickx, die nahe Portland aufgewachsen ist und "sweet, slow country" schätzt. F Graz, Orpheum (Extra), 17. bis 19.11., jeweils 20.00, platoo.at


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