Beherrscht das Netz, stochert nicht nur darin herum!

Der Wiener Informatiker Georg Gottlob erforscht die Weiten der digitalen Welt. Ihn schockt, wie wenig Schüler und Studenten über die Mechanismen des Internets wissen

Stadtleben | Interview: Barbara Tóth | aus FALTER 45/16 vom 09.11.2016

Georg Gottlob ist einer der besten Informatiker Österreichs. Manche halten ihn sogar für ein Genie. Jedenfalls ist er ein Wissenschaftler, dessen Sprache man versteht. Er lässt sein Gegenüber an seinem Gedankengang teilhaben, Schritt für Schritt. Während dieses Gesprächs kamen ihm Ideen für mindestens zwei neue Computerprogramme.

Falter: Herr Professor, Sie sind mit einer Italienerin verheiratet. Als Sie sich kennenlernten, gab es weder Parship noch Tinder. Würde Sie eine gute Dating-Plattform heute auch matchen?

Georg Gottlob: Möglicherweise. Ich kenne nämlich sehr, sehr viele Leute, die exzellent zueinanderpassen und sich durch das Internet gefunden haben. Ein Freund von mir hat so seine Lebensgefährtin kennengelernt. Im Kaffeehaus hätte er sie nie getroffen.

Das heißt, Liebe lässt sich logisch programmieren?

Gottlob: Es kommt auf die Menge der kontaktwilligen Kandidatinnen und Kandidaten an und vor allem auf die richtigen Attribute, um Leute zu beschreiben. Dass Raucher keine


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