Theater Kritiken

Stirb langsam: Leiden mit Shakespeare

Lexikon | MP | aus FALTER 45/16 vom 09.11.2016

Zu einem 80-minütigen Abend mit zwei Puppen, die Shakespeare deklamieren, hat Kathrin Rosenberger Texte aus Dramen wie "Antonius und Cleopatra","Troilus und Cressida" und "Hamlet" aneinandergereiht. In der zweiten Hälfte fasst sie die allseits bekannte Leidensgeschichte von "Romeo und Julia" zusammen. Aleksandra Corovic und Markus-Peter Gössler dürfen in "Death by Shakespeare" aber nicht nur die traurig-grausigen Puppen "Klaus Maria" und "Dürer" bedienen, sondern auch selbst ins Rampenlicht treten. Obwohl sie dort sorgsam agieren, bringen sie das Programm nie ganz auf Touren. Es erinnert vielmehr daran, dass Theatertode, und die elisabethanischen überhaupt, oft ein absurd langsames Dahinsterben darstellen.

Schubert Theater, Mo, Di 19.30


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