Ente gut, alles gut

Christian Petz will eine Krähe, bekommt eine Ente, und zu Martini gibt 's nun doch Gams

Stadtleben | Gerichtsbericht: Nina Kaltenbrunner | aus FALTER 45/16 vom 09.11.2016

Christian Petz hat keine bestimmten Präferenzen, was seine Produkte angeht - außer dass sie selbstverständlich super Qualität haben müssen -, sondern schlicht eine Vorliebe fürs Kochen. Er kocht, was ihm in die Hände kommt.

"Es muss halt lässig sein", murrt er vor sich hin. Daher nimmt er, was ihm angeboten wird, sagt er, mit Vorliebe auch das, was andere nicht nehmen. Hirschleber und -nierndln zum Beispiel oder Mufflon oder, oder, oder Wenn Petz es zubereitet, wird es lässig. Alles. Wenn man ihm so zuhört, könnte man ja meinen, er würde den halben Tag nur am Stammtisch sitzen und warten, was denn so an Zutaten reinkommt, um danach zu überlegen, was er daraus machen könnte. Denn großartig planen kann man nicht, wenn man heute nicht weiß, was morgen da ist -von den Standardgerichten einmal abgesehen.

20 Wildenten zum Beispiel. Von Bekannten des Sohnes geschossen, die eigentlich Krähen jagen wollten/sollten. Krähen wollte Petz auch haben, aber Wildenten sind genauso "lässig".


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