Dolm der Woche

Politik | aus FALTER 45/16 vom 09.11.2016

Manchmal macht eine Entschuldigung alles nur noch viel transparenter. Zum Beispiel die von Christoph Vavrik, einem Nationalratsabgeordneten der Neos. Per Facebook bat er um Verzeihung: für sich und für seinen Kommentar zur ersten Fremdkindadoption Homosexueller in Österreich. Vavrik schrieb: "O tempora, o mores! Künftige Zivilisationen werden auf solche gesellschaftliche Abartigkeiten mit demselben Unverständnis blicken wie wir heute auf die Sklaverei ...". Vavriks Entschuldigung für diesen Unsinn, die ging dann so: "Ich möchte betonen, dass ich Homosexualität NICHT als eine 'Abartigkeit' betrachte (das Wort bezog sich auf die Adoption -aber wie gesagt, auch so habe ich mich arg vergriffen)." Die Adoption ist also abartig. Herr Vavrik definiert den Liberalismus in Österreich neu.


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