Heidi List Sexkolumne. Aufklärung für Zeitgenossen

Shunga

Kolumnen/Zoo | aus FALTER 45/16 vom 09.11.2016

Die Saukälte treibt uns wieder mehr ins Kulturprogramm. Wenn geht, mit Erotik, die wärmt ja bekanntlich. Und gleich sticht uns die Ausstellung der "Frühlingsbilder" im Mak ins Auge, die nun eröffnet ist und bis Jänner 2017 läuft.

Es geht um asiatische Erotik aus der Edo-Zeit Japans (1603-1868). Die sogenannten Shungas, von den größten Künstlern der Zeit geschaffen, wurden damals unter dem Ladentisch verkauft und sind das, was man heute "explizit, und zwar sehr" nennt. Man sollte dort unbedingt hingehen, wenn einem nach mörder Phallus oder ausladender Vagina ist, wenn man das so sagen darf über eine Vagina.

Abgesehen davon, dass die Werke tatsächlich Spaß machen in der Betrachtung, weil sie wirklich toll gemacht sind, fällt auf, dass man im 17. Jahrhundert des alten Japans wesentlich besser gewusst hat, wie man Sex darstellen könnte, als zu unserer Zeit in unseren Breiten. Nämlich einigermaßen ästhetisch mit beiden Geschlechtern für beide Geschlechter.

Und um vielleicht zusätzlich noch ein wenig zu spoilern: Brazilian Waxing war im alten Japan eher nicht so der Trend.


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