Kurt ohne Helm und ohne Gurt

Lambchop aus Nashville, Tennessee, ist eine zuverlässige Herzensband. Nach fast 30 Jahren hat ihr Kurt Wagner einen neuen Sound verpasst

Feuilleton | Porträt: Sebastian Fasthuber | aus FALTER 45/16 vom 09.11.2016

Die Gefahr, von einem Lambchop-Album musikalisch überrascht zu werden, tendierte bislang gegen null. Die Band aus Nashville, Tennessee, zeichnete sich auch durch ihre Verlässlichkeit aus. Ihre Gewürzmischung aus Country, Soul und Folk wurde stets neu abgeschmeckt, von Frühwerken wie "How I Quit Smoking" (1996) über das 2000er-Durchbruchsalbum "Nixon" bis hin zum balladesken Spätwerk "Mr. M" (2012). An den Ingredienzen änderte sich jedoch kaum etwas.

Doch Lambchops Sänger und Songschreiber Kurt Wagner -er geht inzwischen auf die 60 zu - ist ein wacher, vielseitig interessierter Zeitgenosse. Dass ihn auch Musik beschäftigt, die vom angestammten Sound seiner Band weit entfernt ist, bewies er 2015, als er ein Album mit dem Nebenprojekt HeCTA veröffentlichte. Darauf erklang sein warmer Grummelbariton zu ganz ungewohnten, flott marschierenden Electro-Beats. Allein die Tempi der Stücke waren die komplette Antithese zum Ruhepuls, der bei seiner Stammcombo den Takt vorgibt.

Mit dem neuen


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