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Neue Galeristinnen und Galeristen bringen Bewegung in Wiens Kunsthandel. Die Newcomer sprechen mit New Yorker Loft-Flair und britischer Exzentrik ein junges Publikum an

Report: Matthias Dusini und Nicole Scheyerer | Feuilleton | aus FALTER 45/16 vom 09.11.2016


Foto: Heribert Corn

Foto: Heribert Corn

Ein Ruck geht durch Wiens Galerienlandschaft. Am laufenden Band sperren Räume auf, der statisch wirkende Handel mit zeitgenössischer Kunst gerät in Bewegung. Wer sind die Neogaleristen und wodurch unterscheiden sich ihre Konzepte von den bereits erprobten? Anlässlich des bevorstehenden Festivals Vienna Art Week besuchte der Falter vier Kunsthändler und -händlerinnen.

Die Jetsetterin

„Wenn ich einen Businessplan gehabt hätte, hätte ich die Galerie nicht aufgesperrt“, umschreibt Lisa Kandlhofer, 31, die Ausgangslage für ihre Galerie in der Brucknerstraße, gleich hinter der Karlskirche. Der rohe Betonboden und das kalte Licht im Untergeschoß des Gründerzeithauses erinnern tatsächlich an jene riesigen Kunstlager mit Loftcharakter, die in Berlin, London oder New York Standard geworden sind. Nein, sie habe keinen reichen Papa, der ihr unter die Arme greife, wehrt Kandlhofer vorurteilsbehaftete Fragen ab, bevor sie überhaupt gestellt wurden. Das im September gestartete Projekt konnte sie bisher ausschließlich aus Verkäufen finanzieren. „Den Standort Wien habe ich ausgesucht, weil mir seit Jahren zu Ohren gekommen ist, dass sich lokale Künstler und Künstlerinnen eine junge Galerieszene wünschen“, erklärt sie.

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