Rühren, rühren, rühren ...

Diesmal kochen wir, um zu vergessen. Zum Beispiel die aktuellen Wahlergebnisse

Stadtleben | GERICHTSBERICHT: WERNER MEISINGER | aus FALTER 46/16 vom 16.11.2016

Zum guten Schluss sei an dieser Stelle die Korrelationstheorie zwischen der Leidensgeschichte von Völkern und der Komplexität ihrer Kochkunst skizziert. Die Theorie besagt: Je schwerer ein Volk im Laufe seiner Geschichte geprüft wurde, desto umfangreicher ist sein Repertoire der Speisenzubereitung und desto mehr rackert es sich bei der Zubereitung volkstypischer Speisen ab.

Betrachten wir die Kochgewohnheiten in den klimatisch mäßigen Breiten Europas, so stellen wir fest, dass der Zubereitungsaufwand regionstypischer Speisen vergleichsweise enorm ist. Genau diese Breiten waren seit der späteren Antike bis in die jüngste Vergangenheit das Feld der Völkerschlachten. Das großartige Volk der Franzosen hat vor dem Hintergrund seiner permanenten Auseinandersetzungen mit den vielen Mächten, die sich in Bezug auf die Großartigkeit der Franzosen uneinsichtig zeigten, die Zubereitung von Lerchenpasteten und Cassoulet entwickelt. Für die Pastete braucht man knapp 50 Zutaten und zwei Tage


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